Wer aus Deutschland nach Österreich und in die Schweiz verkauft, braucht oft gar keine zweite Sprache. Wer darüber hinaus wächst, schon — und dann entscheidet die Einrichtung darüber, ob die neuen Sprachversionen bei Google auftauchen oder nur Doppelinhalt erzeugen. Shopify bringt dafür alles mit; die Fehler entstehen in den Details.
1. Sprachen hinzufügen und veröffentlichen
Unter Einstellungen → Sprachen fügen Sie weitere Sprachen hinzu. Eine Sprache wird erst sichtbar, wenn Sie sie veröffentlichen — veröffentlichen Sie sie deshalb erst, wenn die Übersetzung vollständig ist. Eine halb übersetzte Sprachversion zeigt Kunden und Google gemischte Seiten.
2. Übersetzen: was alles dazugehört
- Produkte, Varianten und Kollektionen.
- Seiten, Blogbeiträge und Navigation.
- Theme-Texte wie Buttons, Hinweise und Fehlermeldungen.
- Metafelder, etwa Materialangaben oder Pflegehinweise.
- SEO-Titel, Meta-Beschreibungen und URL-Handles — der Teil, der am häufigsten vergessen wird.
Shopifys App Translate & Adapt verwaltet die Übersetzungen direkt im Admin und kann Entwürfe automatisch übersetzen. Maschinelle Übersetzung ist ein guter Startpunkt, aber Produktseiten verkaufen nur mit geprüftem Text — und Rechtstexte gehören in jeder Sprache in die Hände eines Anwalts.
3. Sprachen den Märkten zuordnen
Mit Shopify Markets legen Sie fest, welche Sprachen in welchem Land angeboten werden, dazu Währung, Preise und Domain. Für den DACH-Raum reicht meist Deutsch für alle drei Länder; die Unterschiede liegen bei Steuern, Versand und Zoll. Die Einzelheiten stehen im Beitrag Verkaufen nach Österreich und in die Schweiz.
4. URL-Struktur: Unterordner oder eigene Domains
Shopify kann Sprachen und Märkte als Unterordner auf der Hauptdomain abbilden, etwa /en/ oder /fr/, oder über eigene Länderdomains. Unterordner bündeln die Autorität Ihrer Domain und sind für die meisten Shops die bessere Wahl. Eigene Domains wie .at oder .ch sind möglich, brauchen aber jeweils eigenen Linkaufbau. In beiden Fällen setzt Shopify die hreflang-Verweise zwischen den Sprachversionen automatisch.
Häufige Fehler
- Eine Sprache ist veröffentlicht, aber nur zur Hälfte übersetzt.
- URL-Handles bleiben in der Originalsprache, obwohl der Rest übersetzt ist.
- Es gibt keinen sichtbaren Sprachumschalter, Kunden landen auf der falschen Sprache und kommen nicht weiter.
- Eine automatische Weiterleitung nach Standort schickt jeden Besucher zwangsweise auf eine Sprachversion — auch Suchmaschinen-Crawler, die dann andere Sprachen nicht mehr erreichen. Besser ist ein Hinweis mit Auswahl statt einer erzwungenen Weiterleitung.
- Rechtstexte existieren nur auf Deutsch, obwohl der Checkout in einer anderen Sprache läuft.
Mehrsprachigkeit ist ein Punkt unserer Shopify SEO Checkliste. Wenn Sie die Einrichtung abgeben möchten, übernehmen wir als Shopify SEO Agentur Struktur, Übersetzungsprüfung und hreflang-Kontrolle; neue Shops richten wir gleich mehrsprachig ein, wenn wir einen Shopify Shop erstellen.