Google Shopping ist für viele Shops der Kanal mit der höchsten Kaufabsicht: Wer nach einem konkreten Produkt sucht, sieht Bild, Preis und Händler direkt in den Suchergebnissen. Grundlage ist immer das Google Merchant Center — sowohl für die kostenlosen Produkteinträge als auch für Shopping-Anzeigen. Die Anbindung ist in Shopify schnell gemacht. Dass am Ende alle Produkte freigegeben sind, ist die eigentliche Arbeit.
Die Anbindung in fünf Schritten
- Die App „Google & YouTube“ von Shopify installieren und mit dem Google-Konto verbinden, das auch Search Console und Google Ads nutzt.
- Merchant Center verknüpfen oder neu anlegen; die Domain wird über die Verbindung bestätigt.
- Zielland und Sprache festlegen — für Deutschland Deutsch und Euro, für Österreich und die Schweiz eigene Einstellungen.
- Versandkosten und Rückgaberichtlinie im Merchant Center so hinterlegen, wie sie im Shop gelten.
- Produkte synchronisieren und nach 24 bis 72 Stunden den Diagnosebereich auf Ablehnungen und Warnungen prüfen.
Die App überträgt Titel, Beschreibung, Bilder, Preis, Verfügbarkeit, Barcode und Varianten. Sie aktualisiert den Feed laufend — und überschreibt dabei, was Sie im Merchant Center von Hand geändert haben. Korrekturen gehören deshalb immer in Shopify.
Die häufigsten Ablehnungsgründe
| Meldung | Ursache | Lösung in Shopify |
|---|---|---|
| Preis stimmt nicht überein | Preis im Feed und auf der Seite weichen ab, oft durch Apps oder Währungsumrechnung | Preis-Apps prüfen, Märkte und Währungen konsistent einstellen |
| GTIN fehlt oder ist ungültig | Barcode-Feld leer, mit SKU befüllt oder falsch lang | Echte EAN mit 8, 12, 13 oder 14 Stellen ins Barcode-Feld; Eigenprodukte als „ohne GTIN“ kennzeichnen |
| Versandkosten fehlen | Keine Versandeinstellung im Merchant Center für das Zielland | Versand im Merchant Center anlegen oder aus Shopify übernehmen |
| Grundpreis fehlt | Einheitspreis in der Variante nicht gepflegt | Einheitspreis-Felder der Variante befüllen (PAngV) |
| Bild wird abgelehnt | Werbeeinblendungen, Text, Wasserzeichen oder zu kleine Bilder | Erstes Produktbild ohne Overlay, mindestens 800 × 800 Pixel empfohlen |
| Landingpage nicht erreichbar | Passwortschutz, Weiterleitung oder blockierte Varianten-URL | Shop öffnen, Varianten-URLs testen, robots.txt prüfen |
GTIN, Marke und Eigenprodukte
Für Markenware mit Herstellerbarcode erwartet Google die GTIN — in Europa die EAN — zusammen mit der Marke. Die GTIN gehört in Shopify in das Barcode-Feld der Variante; eine interne Artikelnummer hat dort nichts zu suchen. Verkaufen Sie handgemachte oder eigene Produkte ohne Barcode, kennzeichnen Sie sie als Produkte ohne GTIN, statt Fantasienummern einzutragen. Ungültige GTINs fallen auf und kosten Reichweite.
Grundpreis im Feed
Was die Preisangabenverordnung im Shop verlangt, gilt auch im Feed: Wird ein Produkt nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft, braucht Google die Mengenangaben, um den Grundpreis anzuzeigen. Sind die Einheitspreis-Felder in Shopify gepflegt, kann die App sie übertragen. Wie Sie das im Shop selbst umsetzen, steht im Beitrag zum Grundpreis in Shopify.
Feedqualität: was über die Freigabe hinaus zählt
- Titel: Marke, Produkttyp und wichtigste Eigenschaft vorn — „Marke Laufschuh Herren Gr. 42 schwarz“ statt eines Kampagnennamens.
- Produktkategorie in Shopify pflegen; sie verbessert die Zuordnung bei Google und schaltet passende Attribute frei.
- Varianten mit Farbe und Größe als echte Optionen anlegen, damit Google jede Variante einzeln zeigen kann.
- Zustand, Altersgruppe und Geschlecht bei Mode als Metafelder pflegen, wo Google sie verlangt.
- Sonderangebote mit echtem Vergleichspreis — Google prüft Preise und Streichpreise zunehmend genau.
Ein sauberer Feed ist auch eine SEO-Frage: Die strukturierten Produktdaten auf der Seite und der Feed sollten dieselben Werte tragen. Wie Sie die Kollektionen dahinter aufbauen, beschreibt der Beitrag zu Kollektionen und Filtern.
Mehrere Länder
Verkaufen Sie nach Österreich oder in die Schweiz, braucht jedes Zielland eigene Versandkosten und gegebenenfalls eine eigene Währung. In der Schweiz kommen Preise in CHF und Zollfragen hinzu. Mit Shopify Markets lassen sich Preise und Sprachen je Land steuern; die App überträgt die Varianten je Markt. Mehr dazu im Beitrag zum Verkauf nach Österreich und in die Schweiz.
Den Merchant-Center-Abgleich, Feedregeln und die strukturierten Daten übernehmen wir im Rahmen unserer Shopify SEO-Betreuung.