Der Checkout ist der eigentliche Unterschied
Auf allen anderen Tarifen ist der Checkout weitgehend unantastbar. Plus öffnet ihn: eigene Felder, eigene Logik, eigene Oberflächenbausteine über Checkout-UI-Extensions. Wer im Checkout Altersabfragen, Lieferterminwahl, Geschenkoptionen oder B2B-Freigaben braucht, kommt an Plus nicht vorbei.
Wichtig zu wissen: Shopify Scripts werden seit dem 30. Juni 2026 nicht mehr ausgeführt (bearbeiten ließen sie sich schon seit dem 15. April nicht mehr). Checkout-Logik gehört jetzt in Shopify Functions — Rabattregeln, Versandmethoden-Filter, Zahlungsarten-Sortierung. Ein Shop, der sich auf Scripts verlassen hat und nicht umgestellt wurde, hat diese Logik still verloren; der Nachbau ist ein eigenes Projekt, keine Nebenaufgabe.
- Rabatt- und Versandlogik über Shopify Functions
- Eigene Checkout-Bausteine über UI Extensions
- Scripts seit 30. Juni 2026 abgeschaltet
B2B ohne Katalog-Obergrenze
Seit April 2026 enthält jeder Shopify-Tarif B2B: Firmenprofile, Zahlungsziele, Staffelpreise und bis zu drei B2B-Kataloge. Plus hebt die Grenze auf — unbegrenzte Kataloge für kundenspezifische Preise, Kataloge direkt Firmen und Standorten zugeordnet, Teilzahlungen und Anzahlungen. Für Händler mit individuell verhandelten Preisen pro Kunde ist das meist der stärkste Einzelgrund für den Wechsel.
Die Einrichtung ist kein Schalter. Preislisten, Katalogfreigaben und Steuerbefreiungen müssen zur bestehenden Kundenstruktur passen — und die Daten dafür liegen fast immer im ERP, nicht in Shopify.
Mehrere Shops für mehrere Märkte
Plus enthält zusätzliche Expansion Stores. Sinnvoll sind sie, wenn Märkte sich wirklich unterscheiden: eigenes Sortiment, eigene Lager, eigene Rechtslage. Für reine Sprach- oder Währungsunterschiede ist Shopify Markets im selben Shop der einfachere und pflegeleichtere Weg.
Die Entscheidung fällt einmal und ist teuer zu korrigieren. Wir rechnen sie vorher durch: doppelte Produktpflege und doppeltes Theme gegen saubere Markttrennung.
Automatisierung: Flow und Launchpad
Flow nimmt Regelarbeit aus dem Alltag: Betrugsprüfung markieren, Kunden nach Bestellwert taggen, Lieferanten bei Unterbestand benachrichtigen, Rückgaben in ein Ticket schreiben. Launchpad plant Kampagnen vor — Theme-Wechsel, Preisänderung und Produktfreigabe zu einer festen Uhrzeit, ohne dass jemand nachts am Rechner sitzt.
Beides ersetzt Arbeit, die sonst Menschen erledigen. Der Nutzen ist deshalb in Stunden messbar und nicht in Features.
Die Organisationsebene
Plus-Konten haben eine Ebene über dem einzelnen Shop: zentrale Nutzerverwaltung, Rechte über alle Shops hinweg und eine gemeinsame Sicht auf Bestellungen. Für Teams ab einer gewissen Größe ist das der Punkt, an dem Zugriffsverwaltung aufhört, eine Tabelle zu sein.
Wir richten Rollen so ein, dass Agenturen, Freelancer und interne Mitarbeitende nur sehen, was sie brauchen — und dass ein Ausscheiden aus dem Team ein Klick ist.
Wann der Wechsel sich nicht lohnt
Wenn der Bedarf aus Produktanzahl, Traffic oder Geschwindigkeit besteht, bringt Plus nichts: Diese Grenzen sind auf allen Tarifen gleich. Ein langsamer Shop wird durch Plus nicht schnell, und ein Shop mit 20.000 Produkten läuft auf Advanced genauso.
Wir sagen das auch dann, wenn ein Plus-Projekt für uns der größere Auftrag wäre. Ein Wechsel, der nichts löst, kostet Sie eine Jahresgebühr und uns die Glaubwürdigkeit.
Der Weg von Advanced zu Plus
Technisch ist es kein Datenumzug: Es ist derselbe Shop mit erweiterten Rechten. Der Aufwand entsteht danach — Checkout neu denken, Functions statt Skripte, B2B-Struktur aufbauen, Rollen sortieren. Realistisch sind das mehrere Wochen Arbeit, verteilt auf Abschnitte, die einzeln live gehen können.
Wir fangen mit dem an, was sofort Geld oder Zeit spart, und lassen den Rest folgen. Ein Big-Bang-Relaunch zum Plus-Start ist selten nötig und selten klug.
Was Plus kostet
Shopify nennt auf der eigenen Preisseite einen Einstieg ab rund 2.300 $ im Monat bei drei Jahren Laufzeit (rund 2.500 $ bei einem Jahr); bei hohem Umsatz tritt ein mit Shopify vereinbarter Umsatzanteil an die Stelle der Pauschale. Die Konditionen ändern sich — prüfen Sie den aktuellen Stand direkt bei Shopify, bevor Sie rechnen.
Was wir beziffern können, ist unsere Seite: Beratung, Umsetzung und Betreuung stehen offen auf der Preisseite. Die Entscheidung für Plus sollte an den beiden Zahlen zusammen hängen, nicht an einer.