Bis Anfang 2026 war die Antwort auf „Kann Shopify B2B?“ einfach: ja, aber nur mit Shopify Plus. Wer in Basic, Grow oder Advanced an Händler verkaufen wollte, baute einen zweiten Shop oder arbeitete mit Kunden-Tags und Apps. Seit dem 2. April 2026 gilt das nicht mehr — die Grundfunktionen für B2B stehen in jedem Tarif zur Verfügung.
Was jetzt jeder Tarif kann
- Firmenprofile: Ein Großhandelskunde ist ein Unternehmen mit eigenen Standorten, Ansprechpartnern und Berechtigungen — nicht ein Endkunde mit Rabatt-Tag.
- Bis zu drei aktive B2B-Kataloge mit eigenen Preisen, zugewiesen über Märkte. Das reicht für Stufen wie Fachhandel, Distributor und Großkunde.
- Zahlungsziele wie „30 Tage netto“, direkt in Shopify statt als Rechnung außerhalb des Systems.
- Staffelpreise für größere Mengen.
- Gespeicherte Kreditkarten für wiederkehrende Bestellungen.
Alles läuft im selben Shop und auf demselben Produktkatalog wie das Endkundengeschäft: ein Produkt, ein Lagerbestand, zwei Zielgruppen.
Was Shopify Plus zusätzlich bietet
- Unbegrenzte Kataloge, sodass jeder Kunde eigene, verhandelte Preise haben kann.
- Kataloge, die direkt einer Firma oder einem einzelnen Standort zugeordnet werden statt über einen Markt.
- Teil- und Anzahlungen, wichtig bei Auftragsfertigung und großen Projektaufträgen.
Die praktische Faustregel: Wenn sich Ihr Großhandel in drei Preisstufen beschreiben lässt, reichen die Standardtarife. Wenn Ihre Preisliste in Wahrheit aus vielen Einzelvereinbarungen besteht, stoßen Sie schnell an die Grenze — dann lohnt die Rechnung, die unser Beitrag zu den Shopify Plus Kosten durchgeht.
Was Sie trotzdem entscheiden müssen
Sichtbarkeit: Soll es eine öffentliche Seite für Händleranfragen geben, oder ist der gesamte B2B-Bereich erst nach dem Login sichtbar? Das ist eine Vertriebsentscheidung mit technischen Folgen und gehört vor das Projekt.
Bestellweg: Großhändler bestellen anders als Endkunden — viele Positionen in Menge, oft aus einer Liste statt aus einem Produktraster. Eine normale Produktseite ist für eine Bestellung mit vierzig Positionen ein langsamer Weg; meist braucht es eine Schnellbestellfunktion.
Mindestmengen und Verpackungseinheiten: Das sind Geschäftsregeln, und wo sie abgebildet werden, entscheidet, wie zuverlässig sie greifen.
Was in Deutschland dazukommt
Für Geschäftskunden gelten andere Regeln als für Verbraucher — das gesetzliche Widerrufsrecht etwa steht nur Verbrauchern zu. Ihr Shop muss deshalb sauber trennen, welche Hinweise und Rechtstexte für welchen Kunden gelten. Liefern Sie steuerfrei an Unternehmen im EU-Ausland, gehört deren Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zu den Daten, die Sie für das Firmenprofil erfassen und prüfen.
Auch der Kauf auf Rechnung spielt im B2B eine größere Rolle als im Endkundengeschäft; welche Zahlungsarten in Deutschland üblich sind, beschreibt unser Beitrag zu den Zahlungsarten im deutschen E-Commerce.
Der Umzug, der meist dazugehört
Die meisten Händler, die Shopify B2B einführen, ziehen von etwas um: von Kunden-Tags, einer Tabelle oder der Datenbank einer B2B-App. Exportieren Sie den aktuellen Stand, bevor Sie etwas ändern — welcher Kunde welche Preise hat, wer Zahlungsziele hat und welche Sonderabsprachen irgendwann per E-Mail getroffen wurden. Die Ausnahmen sind der teure Teil, und sie stehen nie in der App.
Wie wir solche Projekte aufsetzen, beschreibt die Seite unserer Shopify Plus Agentur — auch dann, wenn am Ende ein Standardtarif reicht.