Im DACH-Raum ist Shopware der naheliegende Vergleich zu Shopify — deutscher Anbieter, deutsche Rechnungsstellung, deutsche Community. Beide Systeme sind gut. Sie sind für unterschiedliche Situationen gut, und das ist der Punkt, den Vergleichstabellen selten treffen.
Was Shopware wirklich stark macht
Die B2B-Suite ist ausgereifter als Shopifys nativer B2B-Ansatz: Kundenspezifische Preislisten, Angebotsfunktionen und komplexe Freigabeprozesse sind eingebaut, nicht nachgerüstet. Wer im DACH-Raum klassisches B2B mit gewachsenen Prozessen betreibt, findet dort mehr vor.
Wo Shopify gewinnt: Betriebsaufwand
Shopware Self-Hosted heißt Server, Updates, Sicherheitspatches und Kompatibilitätstests. Das sind nach unserer Erfahrung 6–10 Stunden pro Monat, die niemand einplant. Bei Shopify ist Hosting, CDN, PCI-Compliance und Skalierung im Preis — der Aufwand fällt einfach weg.
Total Cost über drei Jahre
Für einen Shop mit 40.000 € Monatsumsatz: Shopify landet bei etwa 14.000–19.000 € über drei Jahre inklusive Apps. Shopware Cloud liegt ähnlich, Shopware Self-Hosted deutlich höher, sobald man Hosting und Entwicklerstunden ehrlich einrechnet.
Der Rechtsraum-Mythos
Der häufigste Einwand lautet: Shopify sei nicht DSGVO-konform oder nicht rechtssicher für Deutschland. Das ist so nicht richtig. Impressum, Widerrufsrecht, Rechnungskauf, Preisangabenverordnung und ein AV-Vertrag lassen sich in Shopify vollständig abbilden — es braucht Sorgfalt, keine andere Plattform.
Zahlungsarten und Versand
Klarna, PayPal, Rechnungskauf, SEPA-Lastschrift, DHL, Hermes und DPD sind alle über etablierte Apps oder native Integrationen verfügbar. Das ist heute kein Unterscheidungsmerkmal mehr; vor fünf Jahren war es eines.
Unsere Empfehlung
Komplexes klassisches B2B mit gewachsenen ERP-Prozessen und eigenem Entwicklerteam: Shopware verdient einen genauen Blick. Wachstumsorientierter D2C-Handel, Internationalisierung, schnelles Iterieren und ein kleines Team: Shopify. Wir sagen es Ihnen ehrlich, auch wenn die Antwort gegen uns spricht.