Die meisten Migrationen von WooCommerce zu Shopify beginnen mit derselben Sorge: verlieren wir unsere Google-Rankings? Bei sauberer Umsetzung nicht — und mit den Geschwindigkeitsgewinnen ranken viele Shops danach besser.
Warum Händler wechseln
Der Anlass ist fast immer Betriebsaufwand: Plugin-Updates, die sich gegenseitig brechen, Hosting, das bei Kampagnen an Grenzen kommt, und Sicherheitslücken, um die sich niemand kümmern möchte. Shopify nimmt diese Arbeit ab — dafür gibt man einen Teil der Freiheit auf, alles am System selbst zu verändern.
Audit vor dem ersten Handgriff
Produktzahl, Varianten, Bestellhistorie, Kundenkonten, aktive Plugins, individueller Code und die aktuellen Top-Landingpages aus der Search Console. Dieses Audit bestimmt Preis und Risiko des gesamten Projekts.
- Welche Plugins erfüllen eine Geschäftsfunktion — und welche App ersetzt sie?
- Welche Seiten bringen organischen Traffic und Umsatz?
- Welche Daten müssen umziehen, welche nur archiviert werden?
- Gibt es Mehrsprachigkeit (etwa WPML), die in Shopify Markets abgebildet werden muss?
Produkte, Varianten und ACF-Felder
Matrixify importiert Produkte mit Varianten und Bildern zuverlässig. Advanced-Custom-Fields-Inhalte haben in Shopify kein direktes Gegenstück — sie werden zu Metafeldern, und das muss vorher geplant werden, nicht mitten im Import entdeckt.
Achten Sie auf die Variantenlogik: Shopify erlaubt maximal drei Optionen pro Produkt (etwa Größe, Farbe, Material). Produkte mit mehr Attributen brauchen eine andere Struktur, zum Beispiel getrennte Produkte, die über Metaobjekte verknüpft sind.
Bestellungen und Kundenkonten
Bestellhistorie wird als Archiv übernommen, damit Reporting und Kundenservice durchgängig bleiben. Passwörter lassen sich technisch nicht übertragen: jeder Kunde erhält eine E-Mail zum Zurücksetzen. Der Text dieser E-Mail entscheidet, wie viele Konten wirklich reaktiviert werden.
Die Weiterleitungskarte ist der eigentliche Job
WooCommerce-URLs folgen /produkt/ und /produkt-kategorie/, Shopify nutzt /products/ und /collections/. Jede alte URL braucht eine 301-Weiterleitung. Exportieren Sie die 500 wichtigsten URLs aus der Search Console und ordnen Sie sie manuell zu — automatische Zuordnung verfehlt genau die Seiten, die Umsatz bringen.
Weiterleitungen lassen sich in Shopify gesammelt per CSV importieren. Vergessen Sie dabei nicht Blogartikel, Bild-URLs mit Backlinks, alte Kampagnen-Landingpages und Kategorie-Seiten mit Paginierung.
SEO-Daten, die gern verloren gehen
- Seitentitel und Meta-Beschreibungen aus Yoast oder Rank Math
- Alt-Texte der Produktbilder
- Kategorietexte, die in WooCommerce oft oberhalb der Produktliste stehen
- Strukturierte Daten für Produkte und Bewertungen
- Bewertungen selbst — sie lassen sich in gängige Shopify-Bewertungs-Apps importieren
Rechtsseiten neu aufsetzen
Impressum, Widerruf, Widerrufsbutton, Datenschutz und Cookie-Consent müssen in Shopify neu angelegt werden — inklusive Consent-Tool. Ein guter Zeitpunkt, veraltete Texte gleich zu aktualisieren, etwa einen noch vorhandenen Link zur eingestellten OS-Plattform.
Umschaltung und die ersten 48 Stunden
DNS-Wechsel zur verkehrsschwächsten Stunde, danach zwei Tage durchgehendes Monitoring: Search-Console-Abdeckung, 404-Berichte, Bestellfluss und Zahlungserfassung. Rechnen Sie mit ein bis zwei Wochen Ranking-Schwankung und mit Erholung darüber, sobald die Ladezeit greift.
Kosten
Kleiner Katalog unter 500 Produkten ab 5.400 €, mittlerer unter 5.000 Produkten etwa 12.000 €, große Kataloge ab 24.000 €. Theme-Entwicklung kommt separat dazu; Zero-Downtime-Garantie, Weiterleitungskarte und 30 Tage Nachbetreuung sind enthalten.
Ob sich der Wechsel überhaupt lohnt, klärt der Vergleich Shopify oder WooCommerce?. Den Umzug selbst bieten wir als Festpreisprojekt mit vollständiger Weiterleitungskarte an — beschrieben auf der Seite zur Shopify Migration.